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Basler Vierer überzeugt an der U19-WM in Plovdiv 

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An den U19-Weltmeisterschaften vom 6. bis 9. August 2026 im bulgarischen Plovdiv erreichte der Schweizer Vierer ohne Steuermann mit drei Athleten des Basler Ruder-Clubs den neunten Gesamtrang. Trotz einer kurzfristigen Umbesetzung zeigte die Crew eine starke Leistung und beendete die Titelkämpfe mit ihrem besten Rennen.

Insgesamt gingen auf der Regattastrecke in Plovdiv 660 Athletinnen und Athleten aus 55 Nationen in 14 Bootsklassen an den Start. Die Schweizer Delegation umfasste fünf Athletinnen, neun Athleten und eine Ersatzruderin.

Kurzfristiger Ausfall von Nicolas Favre

Für den Basler Ruder-Club waren ursprünglich Luca Krauser, Tim Weber, Tino Herrmann und Nicolas Favre im Vierer ohne Steuermann vorgesehen. Doch wenige Tage vor der Abreise musste die Mannschaft einen herben Rückschlag verkraften: Nicolas Favre erkrankte an einer Salmonellenvergiftung und konnte nicht nach Plovdiv reisen.

Für ihn rückte David Wagner vom Seeclub Luzern ins Boot. Der offizielle Ersatzruderer der Schweizer Junioren übernahm kurzfristig den Platz am Bug und fügte sich bemerkenswert schnell in die Mannschaft ein. Damit stellte sich die Crew unmittelbar vor dem wichtigsten Saisonhöhepunkt einer anspruchsvollen Aufgabe.

Direkter Einzug in den Halbfinal

Im Vorlauf traf die Schweiz auf Frankreich, Neuseeland, Rumänien und Serbien. Neuseeland übernahm zunächst die Führung, dicht gefolgt von Frankreich. Die Schweizer Crew mit Tino Herrmann, Luca Krauser, Tim Weber und David Wagner positionierte sich im Mittelfeld und lieferte sich mit Rumänien und Serbien einen engen Kampf.

Im weiteren Rennverlauf fiel Serbien zurück. An der Spitze setzte sich Frankreich vor Neuseeland durch, während die Schweiz den dritten Rang behauptete. Dank ihrer Zeit qualifizierte sich das neu formierte Quartett direkt für den Halbfinal.

Starke Konkurrenz im Halbfinal

Dort wartete ein hochkarätig besetztes Feld. Grossbritannien ergriff vom Start weg die Initiative und setzte sich knapp vor Deutschland an die Spitze. Dahinter hielten die Schweizer zunächst gut mit und lagen vor Italien auf dem dritten Rang.

Bis zur Streckenhälfte verschoben sich die Kräfteverhältnisse. Während Grossbritannien die Führung behauptete, rückte Italien auf den dritten Platz vor. Die Schweiz fiel auf Rang fünf zurück, während auch die USA und Rumänien den Druck erhöhten.

In der zweiten Rennhälfte konnten insbesondere die US-Amerikaner nochmals zulegen und an Italien vorbeiziehen. Für die Schweiz reichte es nicht mehr für einen Platz im A-Final. Die Crew qualifizierte sich jedoch für den B-Final und erhielt damit eine weitere Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Bestes Rennen zum Abschluss

Im B-Final zeigte der Schweizer Vierer seine stärkste Leistung der Weltmeisterschaften. Die Crew mobilisierte nochmals alle Kräfte und überquerte die Ziellinie auf dem dritten Rang. Nur zwei Sekunden fehlten auf Deutschland, die zweitplatzierten Türken lagen lediglich 25 Hundertstelsekunden vor der Schweiz.

Damit beendete der Vierer die U19-Weltmeisterschaften auf dem starken neunten Gesamtrang. Angesichts der kurzfristigen Umbesetzung durften Athleten und Trainerteam mit diesem Ergebnis zufrieden sein. Innerhalb weniger Tage musste ein neuer Ruderer integriert und das Zusammenspiel im Boot neu abgestimmt werden. Umso bemerkenswerter war, wie schnell David Wagner seinen Platz in der Mannschaft fand und gemeinsam mit Luca Krauser, Tim Weber und Tino Herrmann eine überzeugende Weltmeisterschaft absolvierte.

Silber für Olivia Leunig

Für das beste Ergebnis der Schweizer Delegation sorgte Olivia Leunig. Mit einer starken Leistung gewann sie im Skiff die Silbermedaille und bescherte dem Schweizer Team damit einen erfolgreichen Abschluss der Titelkämpfe.

Wechsel in die U23-Kategorie

Nach einer einwöchigen Pause nimmt der Basler Vierer das Training wieder auf. Die Athleten wollen die in Plovdiv gesammelten Erfahrungen nutzen und sich gezielt auf die kommenden Aufgaben vorbereiten.

Auch Nicolas Favre befindet sich auf dem Weg der Besserung und soll bald ins Mannschaftstraining zurückkehren. Ein besonderer Dank gilt David Wagner, der kurzfristig einsprang und sich hervorragend in die Crew integrierte.

Mit Blick auf die Saison 2027 steht für die vier Basler Athleten ein bedeutender Schritt bevor: Sie wechseln geschlossen in die U23-Kategorie. Damit beginnt ein neuer Abschnitt mit anspruchsvollen Herausforderungen und weiteren Chancen, sich im internationalen Rudersport zu etablieren.

Daniel Blaser, Headcoach Basler Ruder-Club

> Bericht "Baselbieter Sport"

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