517cm Rheinhalle 05:39 21:13

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Silber und Bronze für Luca Fabian am Coupe de la Jeunesse in Hazewinkel!

 

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Der Schweizerische Ruderverband ist mit sieben Booten an den Coupe de la Jeunesse nach Belgien gereist. Der Coupe ist eine hochkarätige internationale Ruder-Regatta für Junioren und Juniorinnen (U19) mit zwölf teilnehmenden Nationen, nämlich Österreich, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, Irland, Niederlande, Grossbritannien, Portugal, Polen, Ungarn und die Schweiz. Er gilt inoffiziell auch als Junioren-EM.

Luca Fabian war aufgrund seines sehr starken Rennens an den Schweizermeisterschaften Anfang Juli im Skiff vom Schweizerischen Ruderverband direktselektioniert worden. In zwei packenden, an Spannung kaum zu überbietenden Finalrennen gewann Luca am Samstag die Bronzemedaille und am Sonntag Silber! Der Modus am Coupe sieht vor, dass an beiden Renntagen am Morgen die Vorläufe und am Nachmittag die Finalrennen gefahren werden – ein sehr intensives Programm, das aber die Chance auf zwei Medaillen bietet.

Luca Fabian sicherte sich am Samstag mit dem dritten Vorlaufrang die Finalqualifikation mit den sechs besten Booten. Im knappsten Rennausgang des Samstages gewann der Basler dann die Bronzemedaille. Luca führte 100 Meter vor dem Ziel kurzzeitig, ehe er nach einem hochspannenden Schlussspurt die Ziellinie schliesslich mit dem geringen Rückstand von 0.6 Sekunden hinter Holland und ganz knapp hinter Italien als dritter kreuzte. Das Comeback von Luca Fabian nach nur knapp dreimonatiger intensiver Rennvorbereitung nach einem rund einjährigen rückenbedingten Trainings- und Regattaausfall war perfekt.

Am zweiten Regattatag stand wiederum am frühen Morgen der Vorlauf an. Luca, nach dem Erfolg vom Samstag und somit mit dieser minimalen Rennerfahrung nach dem langen Regattaunterbruch an Sicherheit gewachsen, fuhr den Vorlauf locker an. Er liess sich nicht irritieren, als Österreich und Italien ein wenig davonzogen und sich einen harten Kampf um den Vorlaufsieg boten. Knapp vor der Ziellinie sicherte sich Luca mit schnellen Spurtschlägen souverän den Sieg und somit eine der mittleren Bahnen für den Finallauf. War schon das Samstagsrennen knapp, zeigte sich der Sonntagsfinallauf als absoluter Krimi. Noch wenige Meter vor der Ziellinie waren vier Boote auf gleicher Höhe. Nur eine intensive Begutachtung des Zieleinlauffilms zeigte schliesslich: Luca war zweiter, mit 0.01 Sekunden Vorsprung vor Italien. Sieger war wiederum Holland mit einer Sekunde Vorsprung. „Ich habe auf den letzten 250 Metern versucht, meine letzten Kraftreserven zu mobilisieren, einfach meine Beine runterzudrücken und nicht mehr aus dem Boot rauszuschauen. Etwa 50 Meter vor dem Ziel waren die Batterien dann aber komplett leer und ich musste meinen kleinen Vorsprung, den ich zu diesem Zeitpunkt hatte, wieder aufgeben. Zum Glück hat es noch so knapp gegen den Italiener gereicht“, freute sich ein erleichterter Luca nach dem Lauf.

Für Luca aber auch für den Basler Ruder-Club bedeuten diese Medaillen auf hohem internationalem Niveau enorm viel. Einerseits scheint die Genesung von Luca stabil zu sein und die weitere Ruderkarriere, im nächsten Jahr bei den U-23, kann konsequent weiterentwickelt werden. Auch der SRV zeigte sich über die Entwicklung von Luca Fabian hoch erfreut. Andererseits hat so der Basler Ruder-Club nach vielen Jahren erstmals wieder auf internationalem Niveau zwei wichtige Medaillen gewinnen können.

Ein spezieller Dank geht an dieser Stelle an Stefan Fabian, Trainer und Grossvater von Luca. Stefan hat seit dem Comeback von Luca, also die letzten drei Monate sehr intensiv begleitet und weilte dafür jedes Wochenende in Basel. Auch war er die zwei Wochen im Trainingslager in Sarnen immer dabei und natürlich an der Regatta in Belgien. Diese Betreuung ist unabdingbare Grundlage für solch hochkarätige Erfolge.

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