
Versöhnlicher Abschluss für Luca Fabian an der U-23 WM. Im B-Finale erreicht Fabian nach einem guten Rennen den dritten Rang und wird von den 27 gestarteten Nationen im Einer Leichtgewichte guter Neunter.
Natürlich waren die Erwartungen hoch. Als Bronzemedaillengewinner 2012 in der gleichen Bootskategorie wollte Luca Fabian wieder auf das Podest der Einer Leichtgewichte. Das hochkarätige Teilnehmerfeld - und zugleich das grösste aller Bootskategorien dieser WM - zeigte schon im Voraus, dass es harte Rennen geben dürfte. Dennoch waren die Chancen mehr als gegeben. Das Halbfinalrennen vom Samstag gelang leider nicht wunschgemäss, Fabian fehlte die nötige Kraft um sich für den Final der besten sechs zu qualifizieren. Ob das die grosse Hitze, es herrschten sehr hohe Temperaturen gut über 30 Grad, war oder ob es andere Gründe sind, gilt es in den nächsten Tagen in Ruhe zu analysieren.
Im Finale B (Rennen für die Plätze 7 bis 12) hat Luca Fabian nach einem starken Rennen und phänomenalen Endspurt auf dem letzten Streckenviertel den guten dritten Rang erreicht. Fabian fand zu Beginn nicht optimal ins Rennen und fuhr auf Platz fünf. Nach 1500 Metern setzte Fabian mit hoher Schlagzahl zum Endspurt an und konnte sich mit einer sehr schnellen Zeit auf den letzten 500 Metern auf den dritten Platz vorschieben und diesen bis ins Ziel verteidigen. Fabian lag im Ziel nur 3 Sekunden hinter Giannaros (GRE), seinerseits Weltmeister von 2012 im leichten Einer, der ebenfalls den Einzug in das Finale im hochkarätigen Feld der Einer nicht schaffte. Interessanterweise fuhr Fabian mit der sehr guten Zeit von 7.09.48 nicht nur sein schnellstes Rennen dieser WM, mit dieser Zeit hätte er im eine Stunde später gefahrenen Finale den zweiten Rang erreicht. Das Finale hat der Goldfavorit Andrew Campbell Jr. aus den USA gewonnen. Bronze holte Goutier (NED), der seinerseits vor einem Jahr knapp hinter Fabian lag und vierter wurde.
Für Fabian war es eine doch etwas enttäuschende WM, aber mit einem versöhnlichen Abschluss. Die Positionierung im Feld der Top 9 zeigt, dass Luca Fabian zur Zeit einer besten Einerruderer ist, dass er aber sein grosses Potential nicht wunschgemäss ausschöpfen konnte.
Luca Fabian wird nun eine regenative Zeit einschalten und sich dann bald auf die nächste Saison einstellen. Diese beginnt schon ab Spätherbst mit diversen Leistungstests des Schweizerischen Ruderverbandes. Und da gilt es sich für einen der wenigen Plätze in einem Olympiaboot zu empfehlen.
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