519cm Rheinhalle 05:35 21:17

Wanderfahrt 4

Frankfurt 2026: Mainhattan, Scherb und singende Kellner – Der BRC auf Wanderfahrt

Ein Teil der Reisegruppe erlebte schon bei der Anreise das Unmögliche: Die Deutsche Bahn rollte eine Minute zu früh in Frankfurt ein! Doch wer nun dachte, wir kämen geschmeidig ans Ziel, kennt den deutschen Schienen-Charme schlecht: Anschlusszug verpasst, Tram wegen eines Unfalls blockiert und ein Taxifahrer, der schlicht keine Lust auf uns hatte. Am Ende schafften es aber alle glücklich ins Hotel – mit direktem Blick auf die EZB (von den Einheimischen liebevoll „die Scherb“ genannt).

Am Abend ging es ins nahegelegene Restaurant «Oosten». Das Fazit: Gutes Essen, lange Wartezeiten und jede Menge Zeit für ein herzliches Wiedersehen und tolle Gespräche!

Samstag: Gänse-Slalom und die singende Speisekarte

Zu achtzehnt spazierten wir zur FRGO (Frankfurter Ruder-Gesellschaft Oberrad) und ruderten die ersten 26 Kilometer nach Mühlheim und zurück. 

Beim Umtragen an der Schleuse lernten wir: Die am Ufer gesichteten Nil- und Kanadagänse sehen mit ihren Jungen zwar unheimlich herzig aus, lieben aber Anlegestellen – und hinterlassen dort sehr deutliche, rutschige Visitenkarten. Das anschliessende Picknick unter dem herrlich schattigen Kastanienbaum beim Ruderverein Mühlheim war dafür ein absoluter Traum.

Ab 17 Uhr brachte uns Christian Erb bei der Stadtführung zum Staunen: Sein «Unboxing» der lokalen Kriminalstatistik war ebenso fesselnd wie die Erkenntnis, dass Frankfurt am Main und unser Basel am Rhein mehr teilen als nur den Fluss vor der Haustür. Es gibt verblüffende Parallelen! Unser wichtigstes Take-Away: Der Frankfurter Brickegickel und unser Lällekönig könnten ziemlich beste Freunde sein.

Der Abend im «Ebbelwoi Unser» in Sachsenhausen wurde legendär: Ein – beinahe wie Mephisto – geschminkter Wirt und Hauptschullehrer namens Alex begrüsste uns und unsere trockenen Kehlen mit grossartiger Energie. Statt «Dancing Queen» stimmte er lauthals «Äppelwoi» an, erzählte Anekdoten aus seiner Jugend und klopfte Trinksprüche. Niemand von uns wird je wieder einen Karpfen sehen, ohne direkt an seine Geschichten zu denken...

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Sonntag: Höchst-Form und meisterliches Training

Per Tram ging es am Sonntag nach Höchst zum RC Nassovia. Auf dem Programm standen 20 Kilometer Main-ab- und aufwärts. Für die immer noch geschockten «Karpfen-Männer» im Team gab es ein hartes Technik-Coaching von einer ehemaligen deutschen Meisterin. Auch bei allen anderen ging die Fahrt aufgrund der grossen Hitze ordentlich in die Knochen.

Nach dem Rudern steuerten wir den Biergarten an: Vom Boot aus gesehen ein Katzensprung, verwandelte die stehende Hitze den kurzen Spaziergang in einen echten Kraftakt. Die Belohnung folgte schliesslich in Form von eiskalten Getränken und einer gelassenen Atmosphäre, die alle Strapazen sofort vergessen liess.

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Montag: Skyline-Rudern und Kommando «Frei weg»

Das absolute Highlight wartete am Pfingstmontag: Noch einmal 18 Kilometer von der FRGO zur Schleuse Griesheim und zurück. Im Boot direkt durch die gigantische Frankfurter Wolkenkratzer-Skyline zu rudern, war pure Gänsehaut und der perfekte Abschluss. Nach einem späten Abschiedsessen beim „Inder“ im Rudererdorf verabschiedeten wir uns von den tollen Frankfurter Gastgebern und reisten zurück nach Basel.

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Fazit:

Frankfurt hat uns körperlich gefordert, kulinarisch verwirrt und jede Menge Lachfalten hinterlassen. Bis zur nächsten Wanderfahrt – Frei weg!

Ein grosses Danke an Marcus und Lucienne für die grossartige Organisation und alle, die dabei waren!

 

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