
Schon fast noch in der Dunkelheit, schleichen sich aus allen Richtungen, die wanderfreudigen Ruderer/innen zum Bus unseres „Hausbusunternehmens“ A.N.K. welcher in der Gartenstrasse wartet.
Pünktlich um 06.15 Uhr beginnt die Reise. Nach einer ruhigen Fahrt, ohne Gotthardstau treffen wir im Tessin ein. Wir sind so früh in Figino, dass wir auch noch einen kleinen Umweg mit Wende zum Strandbad erlauben können. Wie immer gehen das Abladen und Zusammenstellen der Boote sehr schnell. Bei sieben Booten für die 35 Teilnehmenden ist es eine super Leistung, dass kein Material vergessen ging.
Christian hat sich schon vorgängig Gedanken bezüglich Mannschaftseinteilung gemacht. Wegen der Seequerung, welche beim Einwassern gut möglich ist, haben wir die Fahrstrecke gekehrt.
Unsere Fahrt führte uns zum Zipfel bei Morcote Buro, dort überquerten wir den See bei ruhigem Wasser, um ab Le Cantine zuerst die Bucht von Ponte Tresa zu genießen und uns dann nach Caslano zu schleichen. In Caslano sind wir an Land und haben uns unter den schattigen Bäumen, jeder nach Geschmack, sein Getränk genüsslich, zwischen die Ohren gekippt. Beim Gehen wurde noch schnell die Gelateria gestürmt. Jetzt, da der Wind etwas heftiger aufkam und auch die Motorboote ihre Runden drehten, wurde mancher rudertechnisch gefordert. Der Seezipfel um Agnio war von allen Booten sehr schnell umrundet, sodass der Bus uns ins Hotel Colorado mitten in Lugano fahren konnte. Es bildeten sich schnell Gruppen, welche zusammen ausgingen.
Samstagmorgen 08.00 Uhr startete der Bus Richtung Figino Strandbad Eigentlich ist diese Ruderetappe Figino, Paradiso Lugano nicht besonders anforderungsreich. Da die Wasserverhältnisse so gut waren, ruderten wir nach Bissone, ein herziges Tessiner Dorf, eingeklemmt zwischen Autobahndamm und Eisenbahn. Nur zwei Boote wagten den Ausstieg. Es hatte etwas rabiate Fischer am Ufer. Wir genossen im schattigen Garten Gipfeli und Kaffee. Da es uns schon noch etwas früh am Morgen war, ruderten wir noch Richtung Maroggia. Nach einem warmen Bad beim Canottieri Lugano, brachte uns der Bus schon früh am Nachmittag ins Hotel zurück. Verschiedene Gruppen gestalteten ihren Nachmittag als Genusstour. Wir, eine kleine Gruppe eroberten uns den Monte San Salvatore, wo wir nochmals unser Rudergewässer ausmachen konnten. Andere machten sich am Monte Bré zu schaffen. Nach einem Gelaticoup versammelten wir uns schon wieder an der Schifflände in Lugano. Matthias hatte die geniale Idee in Gandria zu reservieren. Da wir etwas früher dort ankamen, schlenderten wir durch das alte Dorf. Für einige fast so anstrengend wie das Rudern. Das Aufbrechen nach Hause war schwer, nach so einem gediegenen Abend auf der Terrasse hoch über dem See.
Die dritte Etappe verlangte von allen Aufwachdisziplin, ging doch der Bus bereits in aller Herrgottsfrüh um 7.15 Uhr los. Erstaunlich, es gab keine Verzögerungen. Von Lugano aus ruderten wir auf der rechten Uferseite nach Porlezza. Traumhafte Stimmung und Ruhe beherrschte das Seebecken. Ab und zu wurde die Stimmung durch das Geläut der schönen romanischen Kirchen unterbrochen. In Porlezza reichte die Zeit zum Verpflegen und für Matthias ein Bad (bei 26 Grad Seetemperatur!). Schnell sind wir an unseren bekannten Orten, Cima, manch gutes Mittagessen und Gandria, gediegener Abend, vorbeigerudert. In Lugano ging das Bootaufladen sehr speditiv, sodass es genügend Zeit für ein Bad im See und zum richtigen Verpflegen reichte. 13.15 Uhr setzte der Bus seine Rückreise, eine Stunde nach dem Bootswagen an. Der Bootswagen nutzte den Gotthardstau und schlich durch den Tunnel. Wir sind gemütlich, mit Halt auf dem Gotthard Richtung Norden gefahren.
Schnell waren die Boote gereinigt und abgeladen.
Diese Tour war nicht schön, nein sie war mega. Es waren Ferientage mit Sporteinlagen. Christian, dir ein großes Dankeschön von allen Teilnehmern. Es kann nicht genügend betont werden, wie souverän Du uns immer wieder Freude machst. Auch herzlichen Dank dem Chauffeur Jürg Gysin der Firma A-N.K., welcher uns führsorglich betreut, bedient und auch organisatorisch unterstützt hat. Wie immer ist unser Chauffeur jeweils der „12. Mann“!
Für die Ruderwanderratten
Roland
05:52
20:58



