Inhaltsverzeichnis

Balser Sport Champions 22.01.2019
Swiss Indoors und SRV Langstrecke 26./27.02.2019
Bericht Trainingslager Montaroux 03.-10.03.2019
Trainingslager Varese 17.-24.04.2019


Trainingslager in Varese: Die Sicht eines alten Master-Ruderers

Ich weiss nicht, was mich geritten hat, als ich mich für das Oster-Trainingslager in Varese anmeldete. Schliesslich hatte ich das AHV-Alter seit ein paar Jahren erreicht und mich deshalb entschlossen, keine Master-Rennen mehr zu fahren. Warum also tat ich mir das an? Einfach, weil das Angebot von Thomas Melges stand, und weil ich Zeit und Lust hatte. So fuhr ich mit Master-Kollegin Eva Keller an diesem hellen Frühlingstag nach Varese und checkte im gemütlichen Hotel Mariuccia ein, das mit einem schönen Garten direkt am See und neben der Rennstrecke liegt. Der Bus mit den Junioren war schon angekommen, ebenfalls die beiden Bootswagen. Dank der vielen geübten Hände waren die Boote im Nu aufgeriggert, und schon ging es unter idealen Bedingungen aufs Wasser. Während bei den Jungen schon im ersten Training die Post abging, war für mich der Anfang schwierig. Nach der langen Autofahrt konnte ich kaum aufrecht gehen. Thomas war zu Recht nicht zufrieden mit meiner Ruderei, und ich auch nicht. Am nächsten Tag, nach einem ausgezeichneten Abendessen und genügend Schlaf, ging es dann schon viel besser. Zusammen mit Christine und Alex Renold fuhren Eva und ich abwechselnd im Skiff, Zweier und Vierer, und vor allem den letzteren bekamen wir schliesslich so zum Laufen, dass es echt Spass machte. Bitte fragt aber nicht, wie schnell wir waren! Ein paarmal versuchten wir auf der Bahn einen 500er oder 1000er mitzufahren, im Zickzack zwischen den Bojen, und mit ein paar der U15-Boote konnten wir einigermassen mithalten...
Das war aber voll ok. Mir machte es riesig Spass, unseren regattierenden Jugendlichen beim Training zuzuschauen. Neben dem Wasser eine fröhliche und herumalbernde Bande, gehen sie im Boot mit einem Ernst ans Werk, der beeindruckend ist. Und hej, sie sind gut! Spätestens seit den Erfolgen des letzten Jahren wissen wir es alle und können stolz auf (alle!) unsere BRC-Juniorinnen und -Junioren sein. Abgesehen von der Schnelligkeit ist ein Boot, in dem mehrere Leute exakt synchron das Gleiche tun, sowohl mit ihren Rudern als auch mit ihrer Haltung, einfach wunderschön anzuschauen. Das kommt nicht von heute auf morgen; wenn ich es mit meiner Regatta-Zeit als Junior vergleiche, sind Trainingsaufwand und -intensität drastisch gestiegen und wahrscheinlich am Limit. Trotzdem blieb die Stimmung in Varese immer gut, sicher auch wegen der kompetenten Betreuung durch Cedric, Thomas und ihre jungen Hilfstrainer/innen. Diese Jungen erholen sich einfach beneidenswert schnell! Allerdings, anders als in Pfadilagern war es in der Nacht fast schon unheimlich ruhig im Hotel: geschlafen haben alle gut.
Natürlich wurde nicht nur gerudert in Varese. Die gemeinsamen Essen waren immer unterhaltsam und lustig. Dann glaubte Thomas Melges, uns seinen 50. Geburtstag verheimlichen zu können, was ihm gründlich misslang. Auf Initiative unserer Master-Frauen erklärte sich der (wirklich sehr liebe) Hotelchef und sein Koch bereit, eine grosse Geburtstagstorte zu backen. So konnten wir am Abend alle Thomas hochleben lassen, ob er wollte oder nicht. Die Jungen stürzten sich wie ein Heuschreckenschwarm über die Torte; sie war im Nu weggeputzt. Ferner ist noch ein absurder Zwischenfall zu berichten, verbunden mit dem einzigen grösseren (unverschuldeten!) Bootsschaden. Mitten in der Nacht schleppte eine Gruppe betrunkener ansässiger Jugendlicher den 4midable über den Zaun des Bootslagers, schleifte ihn über den Steg, und liess ihn auf dem See wegschwimmen. Nach Alarmierung durch den Hotelchef fuhren Thomas und Cedric mit dem Motorboot der Windrichtung nach ins Dunkle und fanden das Boot wie durch ein Wunder mitten auf dem See, etwas angetüscht aber zum Glück ohne Leck. Wir haben einiges erlebt da unten!

 Matthias Chiquet

Gruppenbild vor dem Lac de Saint Cassien

Trainingslager in Montauroux/France

Vom 3. März bis 10. März 2019 fand erstmals ein Trainingslager des Basler Ruder-Clubs in der südfranzösischen Provinz Provence-Alpes-Côte d’Azur statt. Nach einer langen Autofahrt und dem Aufriggern der Boote, trafen wir uns bereits schon am Ankunftstag zu einem ersten Training auf dem Lac de Saint Cassien. Dieser bescherte uns trotz niedrigem Wasserstand und teils starkem Wind ausgiebige und erfolgreiche Trainings.

Die Trainingsgruppe bestand aus 17 Trainierenden und den beiden Trainern Thomas Melges und Cédric Moser. Die drei Ruderinnen Katharina, Meret und Julia mussten bereits am Freitag, den 8.März, nach Sarnen zum Kadertreff abreisen.

Während der ganzen Woche trainierten wir bis zu dreimal am Tag in unterschiedlichen Bootskategorien.

Wir logierten in einem Hotel etwa vier Kilometer entfernt vom Lac de Saint Cassien. Zweimal am Tag wurden wir mit einer warmen Mahlzeit verköstigt.

Zur Abwechslung und auch zur Erholung von den anstrengenden Trainings, unternahmen wir während des Trainingslagers zwei halbtägige Ausflüge. Diese führten nach Saint Raphaël und Nizza (Nice), somit kamen wir auch ans Meer.

Der 8-tägige Aufenthalt in Südfrankreich wurde zu grossen Teilen vom Sponsorenrudern der BRC Junioren finanziert. Das Sponsorenrudern (auch Ergathon genannt) fand am 16. Januar 2019 im Kraftraum des BRC’s statt und war ein voller Erfolg. An dieser Stelle von der gesamten Trainingsgruppe nochmals ein grosses Dankeschön an alle unsere Sponsoren und Sponsorinnen.

Insgesamt bot das Trainingslager eine gute Vorbereitung für die kommende Regattasaison. Neben Videoanalysen, und intensiven Trainings auf dem Lac de Saint Cassien, nutzen wir auch die Gelegenheit einen Teamspirit zu entwickeln, der uns hoffentlich während der Regattasaison helfen wird, gute Resultate zu errudern.

Henrik Angehrn, U17 Junior

 

BRC Junior/innen überzeugen an den Swiss Rowing Indoors 2019 in Zug und am zweiten SRV Langstreckentest auf dem Kanal in Niffer

Was für ein anspruchsvolles Wochenende für unsere Athletinnen und Athleten. Am Samstag kämpften und schwitzten sie in der Halle und am Sonntag folgte bei windigen Verhältnissen das zweite Kräftemessen innert 24 Stunden auf dem Wasser.

Die grosse Abwesenheit seitens des BRCs war Katharina Ebert. Eine hartnäckige Erkältung verunmöglichten ihr die gute Form aufzuzeigen und in Zug auf Medaillen-Jagd zu gehen. Doch zum Glück haben wir einen mehr als nur eine starke Athletin. So belegte Julia Andrist in ihrem ersten Jahr bei den U19-Juniorinnen den ausgezeichneten fünften Rang. Julia gewann im letzten Jahr in der U17-Kategorie den Titel und zeigte auf, dass sie bereits mit 17 Jahren gut, ja sehr gut bei den U19-Juniorinnen mithalten kann. Meret Renold, auch erkältet, kämpfte tapfer mit und wurde sehr gute siebte und Isabel Metcalf gute zwölfte.

Bei den U19-Junioren war das Trainerteam gespannt auf Clay Ivakovics Leistung. Er ging das Rennen selbstbewusst und frech an. Bis gut 1250 Meter war er stets zwischen den Rängen drei und fünf auf den Grossleinwänden zu sehen. Leider fiel er schlussendlich auf den guten zwölften Rang (von 90 Junioren!) zurück.

Bei den Junioren U15 und U17 waren die Felder ebenfalls gross und es herrschte ein harter Konkurrenzkampf um die Medaillen. Mit einem guten neunten Schlussrang von Frederick Oehl und einem erfreulichen neunzehnten Platz von Léon Zahner konnten die anderen BRC Junioren nicht ganz mithalten. Doch auf dem Wasser kann dies dann anders aussehen... Bei den U15Junioren zeigte Oscar Krause mit einem neunten Rang, dass auch in diesem Bereich mit drei Teilnehmern (24. und 41. Schlussrang) ein gutes Mannschaftsboot heranwächst. Anzumerken gilt es noch, dass nur ein Teil der BRC’ler in Zug am Start waren. Rund zwölf weitere Juniorinnen und Junioren absolvierten ebenfalls Ergotests in Basel.

Wie eingangs erwähnt, Ergometer und Wasser ist nicht das Gleiche! Am Sonntag zeigte in erster Linie Meret Renold mit ihrem sensationellen Sieg eindrücklich auf, dass sie und Katharina Ebert (noch krank) in einer sehr guten physischen und technischen Verfassung sind. Es ist das erste Mal, dass eine Juniorin des BRCs an der Spitze des Klassements eines Langstreckentest steht und lässt auf eine erfolgreiche Saison hoffen. Auch Julia Andrist mit ihrem siebten und Isabel Metcalf mit einem elften Schlussrang komplettierten das sehr gute Resultat unserer U19-Juniorinnen.

Im Skiff der U19-Junioren waren alle auf Clay Ivakovics Antwort auf dem Wasser gespannt. Clay, der erst seit gut zwei Jahren rudert und im letzten Jahr stets im Riemenbereich am Start war, musste in den letzten 4 Monaten in den Skiff umsteigen. Keine leichte Umstellung! Mit einem guten vierzehnten Schlussrang in einem sehr gut besetzten Rennen und mit nur gerade zehn Sekunden Abstand zum vierten Platz, lässt sich sein Einstand als Skiffiers sehen. Auch auf dem Wasser ging er das Rennen schnell an und konnte es leider nicht ganz durchziehen. Doch der Cheftrainer Thomas Melges weiss nun, wo er bei Clay ansetzen muss, damit er sein grosses Potential noch besser ausschöpfen kann.

Erfreulich war der Auftritt von Henrik Angehrn auf dem Wasser. Ein guter siebter Rang belohnte ihn für seine technisch gute Fahrt. Er ist im U17-Team des BRC ein Vorbild und seine konsequenten Trainingsbesuche zeigen auf, dass mit ihm auch im ersten Jahr bei den U17-Junioren zu rechnen ist. Nicht zu vergessen sind auch die zwei Teilnahmen am U17-Doppelzweier Rennen. Zwar waren die beiden Boote von Stansstad und Küssnacht ausser Reichweite, doch auch Vivien Goretic und Paula Bieg sowie Chiara Wooldridge und Laura Villiger zeigten starke Leistungen die auf eine gute Saison hoffen lassen.

Gesamthaft zeigten unsere Leistungssportler gute Resultate, wobei einige sich auch für weitere Selektionen durch den SRV empfohlen haben. Gespannt kann der 3. SRV Langstreckentest Ende März erwartet werden.

Dominik Junker
Leiter Leistungssport


BRC U19-Achter als „Basler Nachwuchssportler des Jahres 2018“ ausgezeichnet

In festlichem Ambiente wurden die Basler Champions 2018 geehrt. Erfreulicherweise gehörten dazu auch Katharina Ebert und Meret Renold als U 19 Schweizermeisterinnen im Zweier o. Stm sowie der Schweizermeister U19-Achter mit Julius Olaf, Tjark Pfister, Siemen Veenstra, Philipp Kraft, Mika Jacobs, Jonathan Bieg, Johannes Singler, Clay Ivakovic und Steuerfrau Xenia Gusset.

Trainer, Eltern, aber auch Ehrenmitglied Rosemary Probst-Ryhiner und die Ruderinnen und Ruderer selber waren überrascht, dass es für den BRC Achter auch noch zum „Team des Jahres im Nachwuchs“ reichte. Clay, Xenia und Jonathan gaben kompetente und zugleich humorvolle Antworten im Interview. Nach dem Motto: Schnell auf dem Wasser und smart am Mikrophon.

Herzliche Gratulation an die Ruderinnen und Ruderer. Der Basler Ruder-Club kann stolz auf seine erfolgreichen und charmanten Athletinnen und Athleten sein.

Neben dem Dank an die Organisation dieses würdigen Anlasses auch ein grosses Merci an die beiden beteiligten Trainer Cédric Moser und Cheftrainer Thomas Melges, aber auch dem Leiter Leistungssport Dominik Junker und den Eltern und Freunden.

Im Anschluss an die Ehrungen folgte ein prächtiger Apéro, Für einmal durften die Sportlerinnen und Sportler am Buffet zuschlagen, sich mit anderen Athletinnen und Athleten austauschen und sich über den Lohn der harten Trainings freuen.